Thomas Pramberger

21. Oktober 2002

ABSEGELN BEI MARONI UND STURM

 

Traditionsgemäß hat auch im Oktober 2002 das Absegelfest am Binnenrevier stattgefunden, zu dem sich wieder viele Clubkollegen eingefunden haben um das Ende der Saison am Samitzteich ausklingen zu lassen.

 

Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und so fanden sich bei sonnigem Herbstwetter am Sonntag den 20. Oktober ab 13.00 Uhr ca. 50 Clubkollegen und Freunde am Samitzteich ein, um bei Maroni und Sturm die Segelerlebnisse des Sommers auszutauschen und Sehmanngarn zu spinnen.

Weiters wurden auch Würstel serviert und köstliche hausgemachte Süßspeisen angeboten.

Maronibrater Klaus und Schankmeister Bruno hatten alle Hände voll zu tun die kulinarischen Bedürfnisse der hungrigen und durstigen Clubkollegen zu befriedigen.

Aufgrund der absoluten Windstille mußten die Optis und Laser auf ihrem Ständer bleiben obwohl es einigen gejuckt hat noch ein letztes Mal aufzuriggen um einige Runden am See zu drehen.

Unser Technikfreak Helmut Siegl beeindruckte die Gäste mit einem historischen Fliegersextanten, an dem jeder versuchen konnte mit künstlichem Horizont den Standort zu bestimmen.

Anschließend wurden die Daten in den Laptop eingegeben der wiederum fleißig das Ergebnis ausgerechnet hat, dazwischen wurde gemorst, mit wem auch immer.

Leider haben sich zwei Kollegen auch verletzt, Hans ist am feucht-glitschigen Holzsteg ausgerutscht und mit dem Kopf aufgeschlagen, die Platzwunde musste genäht werden und Peter hat sich mit einer dünnen Leine bei den Aufräumarbeiten tief in die Hand geschnitten.

Beide waren aber nach dem Aufenthalt im Unfallkrankenhaus wieder vorort um mitzuhelfen die Lebensmittelbestände zu vernichten.

Im glühenden Abendrot wurde die letzte Kastanie verzehrt, die Reste an Schilchersturm ausgeschenkt und das letzte Feuer im Maroniofen hat noch denjenigen die es noch nicht nach Hause drängte in der aufkommende Abendfrische etwas Wärme gespendet.

Maroni

Schon in der Antike wurde die Kastanie gerne gegessen, die „Castanea sativa“ stammt ursprünglich aus der Gegend um das schwarze Meer.

In Griechenland und Rom wurde sie gerne zum Wein gereicht oder mit anderen Früchten gegessen.

Maronen, auch Ess- oder Edelkastanien genannt, gedeihen am besten in Gebieten mit Weinbau-Klima.

Die Maronen waren lange Zeit ein Teil der Grundnahrungsmittel. Aus ihnen wurde Mehl hergestellt und zu Brot verbacken, man nannte sie in früheren Zeiten das „Brot des kleinen Mannes“.

Erst durch das bekannter werden der Kartoffel wurde die Marone vom Speiseplan verdrängt.

Maroni haben einen Basenüberschuss und wirken deshalb gut bei übersäuertem Magen.

Der hohe Gehalt an Vitamin B wirkt beruhigend auf das Nervensystem, weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Vitamin C, E und Folsäure.

Desweiteren sind sie nicht so fettreich wie andere Nüsse und enthalten viel Kalium und Magnesium.

Es dauert mindestens 25 Jahre, bis ein Maronenbaum die ersten Früchte trägt.

Geerntet werden sie von Ende September bis Ende Oktober.